Der erste und wichtigste Schritt ist eine genaue Bestandsaufnahme. Notiere, was dein Hund täglich wirklich frisst. Dazu zählen das Hauptfutter, alle Leckerlis, Kauartikel, Belohnungen beim Training und eventuelle Tischreste. Viele Halter sind überrascht, wie viele versteckte Kalorien sich über den Tag summieren. Danach lässt sich gezielt ansetzen.
Eine Gewichtsreduktion beim Hund sollte langsam und kontrolliert erfolgen. Als Faustregel gilt, dass ein Hund pro Woche nicht mehr als ein bis zwei Prozent seines Körpergewichts verlieren sollte. Schnellere Abnahmen belasten den Organismus und führen häufig zum Jo-Jo-Effekt. Das bedeutet in der Praxis, dass du die tägliche Futtermenge zunächst moderat reduzierst und dabei sicherstellst, dass das Futter trotzdem alle notwendigen Nährstoffe liefert. Einfach weniger von einem kalorienreichen Futter zu geben ist oft keine gute Lösung, weil der Hund dann mit der reduzierten Menge zu wenig wichtige Nährstoffe bekommt.
Gleichzeitig sollte die Bewegung schrittweise gesteigert werden. Wichtig dabei ist, die Gelenke zu schonen und nicht von null auf hundert zu gehen. Schwimmen, langsames Laufen und spazieren gehen im Sand oder auf weichem Untergrund sind besonders gelenkschonende Aktivitäten. Auch das Füttern aus einem Schnüffelteppich oder einem Licki Mat hilft dabei, dass der Hund langsamer frisst und sich gleichzeitig mental ausgelastet fühlt.
Genau hier kommt eine individuelle Ernährungsberatung ins Spiel. Als Ernährungsberaterin für Hunde im Raum Schwäbisch Gmünd entwickle ich gemeinsam mit dir einen Futterplan, der auf das aktuelle Gewicht, das Zielgewicht, das Alter, die Rasse und den Gesundheitszustand deines Hundes abgestimmt ist. Wir schauen uns das aktuelle Futter genau an, identifizieren versteckte Kalorienfallen und erarbeiten einen realistischen Plan, dem du im Alltag auch wirklich folgen kannst. Eine Beratung ist sowohl online als auch persönlich vor Ort möglich.